Spielzeuge und die Gefährlichen Inhaltsstoffe von KunststoffSpielzeuge und die Gefährlichen Inhaltsstoffe von Kunststoff

 

Spielzeuge und die Gefährlichen Inhaltsstoffe von Kunststoff

Wir leben in einer Welt voller Plastik. Als Kunststoff wird ein Material bezeichnet das künstlich sprich synthetisch erzeugt wurde. Alle Kunststoffe enthalten das Element Kohlenstoff. Weitere Bestandteile sind unter anderem die Elemente Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff und Schwefel. Diese Elemente alleine gesehen sind in geringen Konzentrationen eher ungefährlich.

Doch wie wird Plastik eigentlich hergestellt?

Kurz gesagt ein Stoff wird durch verschiedene Chemische Prozesse in einen anderen Stoff umgewandelt. Es werden kleine Plastik Pellets hergestellt und diesen werden dann noch diverse Zusatzstoffe wie Weichmacher, Stabilisatoren, Farbmittel, Füllstoffe, Verstärkungsmittel, Flammschutzmittel oder Antistatikmittel bei der Verarbeitung beigemischt.

Doch wie kann nun Plastik krank machen?

Viele der eingesetzten Chemikalien sind extrem giftig. Vor allem die Zusatzstoffe sind Gesundheitsgefährdend. Da die Chemikalien im Plastik nicht fest gebunden sind, können sie mit der Zeit entweichen. Besonders weitreichende Auswirkungen haben dabei hormonell wirksame Substanzen. Dazu zählen vor allem Weichmacher (Phthalate), Bisphenol A (BPA), bromierte Flammschutzmittel und Organozinnverbindungen.
Diese unterschiedlichen Substanzen haben eins gemeinsam, sie können ins hormonelle System eingreifen, dass alle unsere Stoffwechselvorgänge des Körpers steuert.
Eine Vielzahl von Erkrankungen und Störungen wird mit den künstlichen Hormonen in Verbindung gebracht. Zu diesen Erkrankungen und Störungen zählen z.B Unfruchtbarkeit bei Jungs und Männern, Missbildungen der Geschlechtsorgane bei Jungs. Bei Mädchen z.B verfrühte Pubertät, sowie bei Frauen Brustkrebs die Folge sein kann. Auch Allergien und Asthma sowie Fettleibigkeit sind Krankheiten die in den letzten Jahren verstärkt auftreten und im Zusammenhang mit der Belastung durch hormonelle Stoffe stehen können.

Jedoch wie gelangen die vorgenannten Stoffe in unseren Körper?

Weichmacher z.B sind im Kunststoff nicht fest gebunden und können verdampfen, ausgewaschen oder abgerieben werden. Phthalate sind sogar im Hausstaub zu finden.
Im wesentlichen nehmen wir diese Chemikalien auf über die Atmung, die Nahrung vor allem in fetthaltigen Nahrungsmitteln wie Käse, Wurst oder Nüssen reichern sich Weichmacher an. Über Die Haut z.B durch den direkten Kontakt mit Weich PVC, dieser ist enthalten z.B in Luftmatratzen, PVC Böden, leider auch in Spielzeugen. Aber auch über Kosmetikartikel wie etwa Cremes, Deos und Shampoos. Pharmazeutische Produkte zum Beispiel aus überzogenen Tabletten.
In Plastikflaschen finden sich keine Weichmacher, jedoch gibt PET mit der Zeit das gesundheitsschädigende Acetaldehyd ab.
Dies steht im Verdacht krebserregend zu sein.

Ein weiterer gesundheitsschädigender Stoff ist das Bisphenol A auch BPA gennant. Zahlreiche unabhängige wissenschaftliche Studien belegen das BPA bereits in kleinsten Dosen in das menschliche Hormonsystem eingreifen. Aufgrund seiner hormonähnlichen Wirkung kann BPA die Gehirn-und Organentwicklung bei Babys und Kleinkindern stören. Neben Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Endomitriose, Brustkrebs und Unfruchtbarkeit kann BPA auch Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern auslösen. BPA ist aktuell nur in Babyflaschen komplett verboten worden, in allen anderen Produkten darf es weiterhin verwendet werden.

Kunststoffe in Spielzeugen

In den heutigen Kinderzimmern, sowie Kindergärten vergiften sich Kinder. Gerade herkömmliches Spielzeug ist oft aus Plastik. Hier finden wir oft PVC in Verbindung mit Weichmachenden Phthalaten. Diese Weichmacher sind nicht gebunden und werden nach und nach freigegeben. Zu finden sind diese Stoffe in Bällen, Puppen und Wasserspielzeugen, in allen Spielzeugen die weich sein sollen. Weichmacher können Leber und Nieren schädigen. Es gibt zwar festgelegte Grenzwerte, jedoch werden diese oft überschritten. Weichmacher sind geruchlos und daher nicht zu erschnueffeln. Auch der gesundheitsgefährdende Stoff BPA ist weiterhin enthalten. Für BPA gibt es keine gesetzlichen Grenzwerte, auch wenn dies dringend notwendig wäre.

In den heutigen Kinderzimmern sowie Kindergärten vergiften sich Kindern oft selbst. Denn dort sind diese Stoffe hochkonzentriert. Durch die geschlossenen Räume kann es kaum aus der Raumluft entweichen.
Daher ist es kein Wunder, dass die vorgenannten Krankheiten immer mehr zunehmen. Leider gibt es für Spielzeughersteller keine Kennzeichnungspflicht für die verwendeten Stoffe im Plastik Spielzeug. Anders sieht es aus bei Textilem Spielzeug.

Doch was können wir dagegen tuen?

Du kannst bei der Auswahl des Kindergartens, Krippe, Tagesmutter etc. darauf achten, dass kaum Plastik Spielzeug oder Fahrzeuge dort verwendet werden. Wähle zum Beispiel eine Waldorf oder Wald Einrichtung aus. Zu Hause kannst du selbst erstmal das Kinderzimmer so ziemlich Plastikfrei gestalten. Male selbst Bilder, denn auch die tollen Wandsticker sind entweder komplett aus Kunststoff oder enthalten diesen. Nutze Spielzeug aus Naturmaterialien, z.B von Ostheimer, Kinderkram, Wobbelboard und Spielzeug nach Waldorf Art. Denn ich verwende nur Naturmaterialien bei einer Puppe nach Art einer Waldorfpuppe.

In meiner Werkstatt

in meiner Puppenwerkstatt

In meiner Marme Puppenwerkstatt sind alle Stoffe mindestens Öko- Tex 100 zertifiziert. Meistens jedoch Bio oder GOTS. Ich achte darauf, dass die Wolle aus Deutschland, aus kontrolliert artgerechter Tierhaltung kommt und Mulesing* frei ist. Dadurch ist ein gesundes und nachhaltiges Spielzeug. Auch wenn du dieses nach fünfzig Jahren mal entsorgst, kann es super schnell von der
Erde resorbiert werden, denn es wurden nur Naturmaterialien verwendet.
Ausserdem lösen sich daraus keine giftigen Stoffe und die Puppe kann dem Kind, wirklich unbedenklich gegeben werden und somit immer ein Begleiter und ein guter Freund sein.

In meinem online shop findest du liebevoll hergestellte Puppen, sowie Material zum Selbermachen.

*Mulesing= dabei wird den Schafen die Haut rund um den After ohne Ausschaltung des Schmerzes, entfernt.

*Werbung* Besuche auch meinen Shop www.byarianekrahl.de